Hui. Eine ordentliche Bombe von Dreieck Records. Endlich ist das gute Stück auf allen Downloadplattformen erhältlich. Diese EP hat es in sich. Neben HAEZER und KRFTKDS findet sich auch ein ordentlicher Dubstep Remix am Release. Passend zum Wetterumschwung und den 7° hier heitzt das Teil ordentlich ein und bringt einen wieder auf Vordermann. Unser persönlicher Favorit auf der Scheibe ist das Soundmonster vom Trashgott höchstpersönlich, HAEZER. Hört doch rein und kauft das Ding, denn so wie wir finden, hat unser Partnerlabel den Support nun wirklich verdient!
Über The Strokes wurden ja schon viele Worte verloren – immerhin sind die New Yorker Jungs schon mehr als ein Jahrzehnt erfolgreich mit ihrem typischen Gitarren-Garage-Indie-Sound unterwegs. Zuletzt haben sie sich nicht lumpen lassen und wie so viele Indie-Bands begonnen mit New Wave-Elementen zu experimentieren. Ein Ergebnis davon: “Machu Picchu”, erster Track vom aktuellen Album der Strokes. Kann man sich mal geben!
Und ein weiteres Fundstück von vimeo! Dieses Mal bringt uns das von Jay Buim großartig inszenierte Video zum Track Balance auf die Spur der dreiköpfigen Post-Wave/Synthpop-Band Future Islands. Die Entstehungsgeschichte des Trios dürfte vielen bekannt vorkommen: Ein Haufen Studenten lernt sich beim Kunststudium kennen und beginnt mit musikalische Experimente mit Keyboard, Bass, Drum-Computer und Synthesizer. 2011 sind noch drei der Gründungsmitglieder übrig geblieben und Future Islands stehen beim Independent Label Thrill Jockey unter Vertrag.
Über das Chicagoer Label wird in einem knappen Monat das dritte Album der Band folgen On The Water. Obendrein haben sich die drei Jungs eine Hammertour vorgenommen und sind seit letztem Samstag noch bis Dezember kreuz und quer durch die USA unterwegs, Chapeau!
Zum Schluss wollen wir nicht vergessen, was uns auf Future Islands gebracht hat: Der entspannte wie eingängige Track ‘Balance’ und das passende Video, beides zusammen ruft bei mir herrliche Road Trip Feelings hevor.
von: On The Water (11. Oktober) via Thrill Jockey Records
Unter dem Namen Birdy Nam Nam machen die Pariser DJs Crazy-B, Little Mike, DJ Pone und DJ Need bereits seit mehr als einem Jahrzehnt elektronische Musik, in der französischen Weltstadt oder auf einem anderen Flecken der Erde. Ihr neues Album Defiant Order veröffentlicht die Crew am 19. September, also in knapp zwei Wochen.
Ausgekoppelt aus dem neuen Album gibt es schon jetzt den Track Goin’ In zu bestaunen. Die Musik bietet ziemlich eingängigen Electrosound und erinnert dabei ein wenig an Major Lazers Guns Don’t Kill People. Das von Will Sweeney sehr aufwendig gestaltete Video (das Konzept geht auf die Kappe von So Me, Machine Molle führte Regie) haut in die gleiche Kerbe und liefert in 2:38 Minuten einiges fürs Auge.
Birdy Nam Nam / “Goin’ In”
Na, irgendwie war der Sommer ja gar nicht so richtig präsent, deswegen müssen wir musikalisch etwas nachhelfen. Das fällt mit dem Song bzw. Remix recht leicht – Der Name WAFT AND BREEZE klingt zwar nicht so ganz nach heißen Temperaturen, der Sound hingegen ruft geradezu nach einem ‘Ich-tanz’-nachts-im-Park’-Tag! Die Single des Berliner Duos Golden gibt es samt Remix bei Soundcloud für lau. So gut kann eine erste Single klingen, ja! Beim Hören hab’ ich schon die Picknick-Decke gesucht, schade, dass das Wetter nicht mitspielt :-(.
Golden x WAFT AND BREEZE – Summer
Oi!Oi!Oi! Der Rompa Stompa Remix Owl Visions ballert mehr als jede Kneipenschlägerei. Das Werk wird auf der neuen EP von Distrakt zufinden sein, die am Freitag über Basserk Records erscheint.
Distrakt x Owl Vision – Rompa Stompa
Veröffentlichungsdatum: 03.10. über Kitsuné!

Heute ist die zweite Ausgabe der Zeitlosschrift mit dem Titel ‘Propaganda Due’ herausgekommen. Für diejenigen von euch, die noch nichts von ihr gehört haben: die Zeitlosschrift ist das Produkt der Zusammenarbeit des Berliner Fotografen-Duos Max Paul und Jan Au und des Hamburgers Rick Reuther, der seine Texte und Gedichte beisteuert. Gastautoren sind diesmal Timo Schmitt, Paul Spar und Bryan Kessler, Gastfotografen sind Walter Pfeiffer, Brett Lloyd, Theresa Martinat und Nils Dunkel.
Nachdem die Auflage der ersten Ausgabe ausverkauft war, wurde die zweite Ausgabe schon freudig erwartet und zudem wurde, ebenfalls zum 01.Februar, die Auflage der ersten Ausgabe erweitert.
Ich habe Max Paul zu der neuen Veröffentlichung befragt:
Was hat sich seit der ersten Ausgabe der Zeitlosschrift geändert? Wie habt ihr euch/eure Veröffentlichung sich weiterentwickelt?
Wir sind vielleicht erwachsener geworden… Im gleichen Maße wie wir drei uns verändern, unsere Persönlichkeiten sind ja auch ständigem Wandel unterworfen, verändert sich auch die Schrift.
Was einem rein visuell auffällt ist, dass weniger Menschen zu sehen sind.
Habt ihr bewusst weniger Menschen fotografiert und damit ein bestimmtes Ziel verfolgt, ein Thema vielleicht, oder ist das einfach Produkt eurer Weiterentwicklung?
Wahrscheinlich ist das eher ein Produkt unserer “Weiterentwicklung”, obwohl dies vielleicht nicht das richtige Wort ist.
Jeder Mensch ist ständigem Wandel unterworfen. Und die Zeitlosschrift ist immer ein Impuls.
Also habt ihr euch einfach aus Interesse und Begeisterung industrielleren Motiven zugewandt?
Ich würde sagen, das geschah instuitiv.
Wir hatten nicht die Absicht nur das “Industrielle” zu zeigen. Es ist in gewisser Weise ein Spiegel unsere Gefühle und Gedanken
Inwiefern passen Ricks Texte dazu? Lässt sich ein Zusammenhang erschließen? Ist der Wandel in ihm ähnlich abgelaufen?
Sicherlich. Wir drei machen das ja auch zusammen. Wir sind uns ähnlich und dieser Prozess fand in uns allen statt, obwohl man auch sagen kann, dass es sich bei Rick, obwohl es den gleichen Grund hat, anders äußert. Das Ergebnis ist gleich, der Weg ist nur anders.
Kann man einen direkten Zusammenhang zwischen Fotos und Texten feststellen oder existieren beide mehr nebeneinander?
Beides. Sicherlich bestehen Bezüge zwischen den Bildern und den Texten die neben, hinter und in egal welcher Art angeordnet sind.
Aber beide sind auch solitär zu sehen. Die Fotos sollen nicht erst durch den Text und die Texte nicht erst durch die Fotos wirken.
Im Grunde ist es wie bei der unsichtbaren LP der tödlichen Doris
Haha, sehr schön! Wo kann man die Zeitlossschrift #2 denn bestellen?
Einfach per E-Mail an buyzeitlosschrift@live.de. Sie kostet immernoch 10€!
Und in welchen Läden gibt es sie zu erstehen?
In den Berliner Läden ‘Do You Read Me ?!’ und ‘Buchhandlung Walther König’ am James Simon Park, in Hamburg bei ‘Boys Boys Boys’ und auch bald in Wien bei ‘Wood Wood’.
OK, ich glaube wir habens. Ich danke dir, Max!
Ich habe zu danken!
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Vorab könnt ihr hier schonmal einen Auszug aus der neuen Zeitlosschrift lesen:
Sterlingrad 1 in Prosa
Blind von dem ganzen Stolz um einen herum, geblendet und gewürgt, aber es ist so und es wird so immer bleiben, die Scheiben am Horizont verraten uns das All, (man konnte aus der (nicht-) Ordnung ihres Desktops viel darüber erfahren) wir sprinten also durch die träge Masse und ziehen uns schwarze Plastikbeutel über den Hirnrand, wieso auch nicht, wo ist da das Problem? Ja, wo ist da das Problem…
Das Problem liegt einzig und allein darin, das wir auf dem Weg hierher schon wieder viel zu viel verloren haben, Wichtigkeiten, Behäbiges, Kontakte. Alles ist hier doch verwünschenswert, böse, nur böse. Eine Stahlkraft geht durch unsere Leiber, und wir sehen einfach nur zu, wie der Mond untergeht, und wir wissen nichteinmal ob er wie Gold oder ausgekotzt scheint. Unsere Kleider hängen frisch aufgebügelt auf den dazu vorgesehenen Mamor-Transportern. Alles scheint bodenlos, nur Mutters Teppich schlägt sich hinter uns noch in die Bahn.
(Alte Menschen kratzen sich selbst vom Bordstein oder suchen Plätzchen), aber wir dürfen nicht mit ihnen reden, ihre Gesänge sind Gift, wenn uns ihr morbider Speichel trifft sind wir für immer verloren.
“Ja, wir wollen ja auch verloren gehen!” und dann reiß alles auseinander, lass alles gefährlich werden. (Ihre übertönten Hairspray Haare tragen wohl gerade den Hass zur Schule) Dann wird auch alles ehrlich werden. Wenigstens. Wenigstens das wunde Schlachten. Oder ein Sekretär werden und die Basis suchen, die Basis nach Glück, die Basis nach Schock, die Basis, sie ersteigen und ersteigern, und die Freiheitsstatue hält dann sinngemäß Werbeprodukte in der Hand. Ein Ausmaß, was uns dann nicht mehr erschrecken muss. Wir drehen dann unsere Runde um sie , tanzen um sie, wie damals die Eingeborenen. Es wird Feuerwerkskörper geben, bestimmt. und wenn Schluss sein soll, ist auch Schluss. Die schienbeinartigen Köpfe werden pflichtgemäß hochgerichtet. die Schleimhäute durchsucht. Das blanke Kotzen und Knabbern, frisch serviert vor deinem Fernseher, ”wir werden alle untergehen!” – nein, werden wir nicht. Denn es ist genug da für uns alle, wir werden selbst Werkstoff und Reserve, verarbeiten uns, und werden dann schließlich sogar alle wirklich schön. Deshalb gibt es keinen Grund in deiner Frage.
die rechte der musik auf dem blog liegen bei den interpreten. die tracks/remixes sind nur als samples gedacht, um euch auf die künstler aufmerksam zu machen. wenn sie euch gefallen, kauft ihre eps/lps, besucht ihre konzerte oder macht sonst was um sie zu unterstützen. danke!
wenn wir über euch schreiben sollen, wenn ihr fragen oder anregungen habt, uns unterstützen wollt oder wenn wir tracks vom blog entfernen sollen, schreibt uns einfach eine mail an folgende adresse: kontakt@dasrohmaterial.de